Was tun bei Stornierungs- und Ausfallkosten für Freizeiten in den Osterferien?

Die Frage, muss ich Stornierungskosten für die Absage einer Ferienfreizeit in den Osterferien zahlen, habe sich vielleicht schon einige Vereine und Verbände gestellt. Die Antwort lautet: das hängt davon ab, wann die Freizeit abgesagt wurde.

Dazu haben wir eine Information der Arbeitsgemeinschaft der Ev. Jugend in NRW, die wir gerne weiter geben:

Für Maßnahmen, die zwischen dem 17. März und dem 19. April stattfinden sollten und die nach dem 15.3. von dem Träger oder von dem Reisevermittler/Vermieter/Busunternehmer abgesagt wurden, fallen nach den Pauschalreiserecht bzw. dem allgemeinen Vertragsrecht keine Stornogebühren an. Hier entfällt der sogenannte Entschädigungsanspruch des Reisevermittlers/Vermieters/Busunternehmers, denn die Erbringung der vom Vertragspartner geschuldeten Leistung war aufgrund der behördlichen Verfügung unmöglich und es bestand für das gesamte Ausland eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Im Umkehrschluss heißt dass, dass für  Freizeiten die vor dem 15.03. abgesagt wurden Stornierungskosten gezahlt werden müssen.

Hintergrund ist der Erlass des Landes NRW zur Corona-Krise, der am 16.03.2020 in Kraft getreten ist, wodurch auch die Durchführung von Freizeiten bis zum 19.04.2020 unterbunden wurde. (siehe download)

Eine Förderung aus Mitteln der Kinder- und Jugendförderung des Kreises von abgesagten Freizeiten (bis zum 19.04.2020), bei denen zurecht Stornierungskosten entstanden sind, soll am 27.03. durch den Kreisausschuss beschlossen werden.

Zur Information geben wir im unten stehenden download (Baumsymbol) eine Mitteilung des Landesjugendring, in dem es auch um die Frage von Maßnahmen /Freizeiten nach dem 19.04.2020 geht. Hier gibt es dringend Regelungsbedarf, denn die Träger von Freizeiten stehen jetzt vor der Frage, ob sie die Sommermaßnahmen absagen sollen oder nicht.
 

Erlass NRW vom 16.03.2020 Handlungsempfehlung Landesjugendring