wir hier
...beteiligen Kinder und Jugendliche

Wir möchten Jugendgruppen einladen zu einer Zukunftswerkstatt zum Thema Bildung.

Wir möchten Jugendliche an der Gestaltung von Bildungslandschaften beteiligen. Dazu müssen wir herausfinden, wie sich Jugendliche die Bildung der Zukunft vorstellen und was sie heute am Bildungssystem gut oder schlecht finden. Außerdem wollen wir herausfinden wie vielfältig die Bildungsangebote in den Orten (Sozialraum) wo die Jugendlichen leben sind und was dort verbessert werden könnte.

Was ist eine Zukunftswerkstatt?

„Die Zukunft, die wir möchten, muss erfunden werden, sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen“(Joseph Beuys)

Die Zukunftswerkstatt ist eine Partizipationsmethode zur Problem- und Entscheidungsfindung, sowie zur Umsetzung von Vorhaben. Dabei wird besonders die Phantasie angeregt, um mit neuen Ideen kreative Lösungen zu entwickeln. Es ist insbesondere als demokratieförderndes Konzept zu verstehen.

Die Zukunftswerkstatt beginnt mit einer Annäherungsphase.  Das Thema der Zukunftswerkstatt soll hier verdeutlicht werden.

Als zweites beginnt dann die Kritikphase. Hier wird alles ausgesprochen und dokumentiert, was schlecht und verbesserungswürdig ist. Diese Phase hat einen starken Realitätsbezug. Es wird alles gesammelt, was die Teilnehmenden äußern.

Als drittes folgt nun die Phantasiephase. Hier werden die Idealvorstellungen und Wünsche der Teilnehmenden zum Thema gesammelt. Dabei gilt: Alles ist möglich, es werden der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Als viertes tritt nun der Perspektivwechsel zur Verwirklichungsphase ein. Hier werden Pläne geschmiedet für konkreten Forderungen oder Projekte und Initiativen geplant.

 

Für unser Thema „Jugendliche an der Gestaltung von Bildungslandschaften beteiligen“ sieht das Programm folgendermaßen aus:

 

1. Annäherung an das Thema:

wir hier ...sind Expertinnen unserer Lebenswelt!                     

  • Welche Orte sind euch wichtig?
  • An welchen Orten habt ihr was gelernt?

Sozialraumerkundung:                                 

  • Spaziergang durch den Sozialraum, Kennzeichnung der Orte auf einer Karte, Fotos von den Orten machen.
  • Bildungsstundenplan erstellen
  • Subjektive Landkarten malen oder mit Nadeln auf einem Stadtplan die wichtigen Orte markieren

Aus den Ergebnissen wird ein Jugendbildungsstadtplan erstellt.

 

2. Kritikpunkte am Bildungssystem  
wir hier ...in unserer Lern- und Lebenswelt!

Fragestellungen können sein:

  • Lernen in der Schule – lernen außerhalb von Schule
  • Ganztag
  • Lebensraum Schule
  • Leistungsdruck
  • Zugang zu Bildungsangeboten außerhalb von Schule
  • Beziehungen zwischen Lehrenden und Lernenden
  • Lerninhalte (Curriculum)

Die Aspekte werden gesammelt und auf einer Pinnwand für alle deutlich sichtbar aufgehängt.

 

3. Phantasiephase                            
wir hier ...brauchen Vielfalt in der Bildung!

Wie stellt ihr euch die Bildung der Zukunft vor? Ihr habt keinerlei Beschränkungen- lasst Eurer Phantasie freien Lauf und entwerft Eure ideale Bildungslandschaft.

 

4. Verwirklichungsphase
wir hier ... gestalten die Zukunft mit!

Was können wir konkret fordern oder sogar umsetzen? Gibt es Forderungen an die Politik? Gibt es für uns Möglichkeiten etwas zu verändern? Wie kann es weitergehen?

Es ist möglich, die Zukunftswerkstatt  als Tagesveranstaltung  durchzuführen, es wäre auch möglich dafür 2 – 3 Abendveranstaltungen einzuplanen. Wenn die Jugendgruppe einen geeigneten Raum im Sozialraum zur Verfügung hat, kann die Zukunftswerkstatt gerne dort stattfinden. es ist aber auch möglich, einen Raum anzumieten. Das gesamte Material, welches benötigt wird, wird zur Verfügung gestellt.

Die Kosten für die Zukunftswerkstatt (einschl. Verpflegung) werden komplett übernommen.